Interreligiöser Dialog - Unser Anliegen


Das Zweite Vatikanische Konzil spricht davon, dass es bei den verschiedenen Völkern eine gewisse Wahrnehmung jener verborgenen Macht gibt, und sich nicht selten auch die Anerkenntnis einer höchsten Gottheit findet. (Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen Nostra Aetate 2).

 

Interreligiöser Dialog - zwischen verschiedenen Religionen

Auf der Grundlage der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils (insbesondere Nostra aetate und Lumen gentium) weiß sich die katholische Kirche weltweit wie auch in Deutschland in besonderer Weise dem interreligiösen Dialog verpflichtet.

Ziel ist ein friedliches Zusammenleben aller Religionen
durch Toleranz und Akzeptanz

KANN Abschlussveranstaltung Weltfriedenstreffen Sant Egidio

© KANN Katholische Bischöfe und Vertreter anderer Religionen, Abschlussveranstaltung Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant' Egidio, September 2017 auf dem Marktplatz in Osnabrück. © KNA
                                                                                             Interreligiöser Dialog: Deutsche Bischofskonferenz (dbk.de)


Dialog mit dem Judentum

In der Erklärung über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den nicht-christlichen Religionen Nostra aetate (1965) hat das Zweite Vatikanische Konzil die Grundlagen für ein neues Verhältnis zu den Juden gelegt, das nicht mehr – wie so oft in der Geschichte – von Vorurteilen, Gleichgültigkeit oder sogar Verfolgung, sondern von gegenseitigem Respekt, Dialog und Freundschaft geprägt ist.

In Anlehnung an die Kapitel 9 bis 11 im Brief des Apostels Paulus an die Römer rufen die Konzilsväter in Erinnerung, dass der christliche Glaube in der Glaubensgeschichte Israels wurzelt.

Für die Kirche ist es eine Bereicherung, wenn sie die Werte des Judentums auf-nimmt. „Der Dialog und die Freundschaft mit den Kindern Israels gehören zum Leben der Jünger Jesu.“ (Papst Franziskus, Evangelii gaudium, 248.249 [S. 168]).

 Buchruecken KNA

Blick auf die Buchrücken des Koran, der Thora und der Bibel, der heiligen Schriften der drei abrahamitischen Religionen Islam, Judentum und Christentum © KNA

 

Dialog mit dem Islam

Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat (Nostra Aetate 3).

 

Beispiele

Assisi, 1986            Ansprache von  JOHANNES PAUL II.
                                  an die Vertreter der  Weltreligionen

„Ja, es gibt die Dimension des Gebetes,
die sogar in der tatsächlichen Verschiedenheit der Religionen
eine Verbindung mit einer Macht
über allen menschlichen Kräften auszudrücken versucht.“
                                                                      Franziskuskirche, 27. Oktober 1986 (Nr. 3)

 

Kenia, 2020

Im afrikanischen Kenia fand das Dialogprogramm „Religionen als Partner für Frieden, Sicherheit und Entwicklung?“ statt. Im Zentrum standen Fragen nach Zusammenarbeit und Dialog der Religionen zu einem friedlichen Zusammen-leben in der Gesellschaft.

In Kenia ist eine Reihe von Ethnien und Religionen präsent. In der jüngeren Vergangenheit musste Kenia wiederholt um den inneren Zusammenhalt und eine gewaltfreie Lösung der gesellschaftlichen Konflikte ringen. Gerade deshalb hat sich dort eine beachtliche Kultur des interreligiösen Zusammenwirkens gebildet.

Erzbischof Schick: „Das gemeinsame Zeugnis vor allem von Christen und Muslimen hilft, religiösen Extremismus zu überwinden“
                                 Dialogprogramm in Kenia zum Einsatz von Religionen für Frieden, Sicherheit und Entwicklung:
                                                                                                                       Deutsche Bischofskonferenz (dbk.de)

 

Lichterfest  Diwali, 2020

Vatikan sendet Botschaft zum hinduistischen Lichterfest Diwali.
Zum hinduistischen Diwali-Fest hat der Päpstliche Rat für internationalen Dialog die Hindus in Indien, Pakistan, Nepal und weiteren hinduistischen Ländern angesichts der Covid-Pandemie zu gemeinsamer Hoffnung und Solidarität aufgerufen.
Das Lichterfest Diwali ist für Hindus von ähnlich hoher Bedeutung wie das christliche Weihnachtsfest und dauert bis zu fünf Tage. Das Lichterfest richtet sich nach dem Hindu-Kalender und wird an Neumond im Spätherbst gefeiert. Es symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse und den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.
In Indien folgen etwa 80 Prozent der mehr als 1,3 Milliarden Einwohner dem hinduistischen Glauben.
                                                                                   Botschaft an die Hindus zum Deepavali-Fest 2020 (6. November 2020)
                        Vatikan sendet Botschaft zum hinduistischen Lichterfest Diwali | DOMRADIO.DE – Kath. Nachrichten

 

Marish shutterstock

   © Marish (shutterstock)



C I B E D O

= christlich-islamische Begegnungs- u. Dokumentationsstelle e.V., Frankfurt M.
eine Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz für den Interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Islam, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern.

                                                                                                                                                                         http://cibedo.de

 

Vatikanstadt (KNA) Der Vatikan hat Muslimen zum Fastenmonat Ramadan gratuliert. Christen und Muslime seien gemeinsam „Zeugen der Hoffnung“, heißt es in einer veröffentlichten Botschaft des Päpstlichen Rats für interreligiösen Dialog. In den Monaten der Pandemie sehnten sich Menschen nach göttlichem Beistand und geschwisterlicher Solidarität. Die Solidarität in Notlagen erinnere daran, dass der Geist der Geschwisterlichkeit universal sei und alle Grenzen überschreite.

Christen und Muslime seien aufgerufen, Boten und Bauleute dieser Hoffnung zu sein, vor allem für Notleidende und Verzweifelte ...
                        Christlich-Islamischer Dialog – CIBEDO e. V. » Ramadan-Wünsche v. Vatikan: „Zeugen der Hoffnung“

 



Päpstlicher Rat für den Interreligiösen
Dialog

Paepstlicher Rat fuer den Interreligioesen Dialog

Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog (vatican.va)

Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern. Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, daß die Schrift sagt: "Wer nicht liebt, kennt Gott nicht" (1 Joh 4,8).
                                                                                                                                Nostra Aetate Nr.5