Geschichte der Pfarrei

Wenige Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde es wegen Bevölkerungszuwachs nötig,
neben der bestehenden einzigen Stadt-Pfarrei St. Martin im Kaufbeurer Osten eine eigene Pfarrei zu gründen.
Am 24. April 1955 weihte Bischof Joseph Freundorfer die Ulrichskirche, ein Werk des Architekten Thomas Wechs:
schlicht, geradezu nüchtern, keiner Erwähnung in einem Kunstführer wert. Das dominierende Altarmosaik zeigt den auferstandenen Herrn und die Kirche, symbolisiert durch eine Frauengestalt.
Da zu dieser Zeit für die weitere Ausstattung kaum Mittel zur Verfügung standen, nähten und stickten Frauen aus der Gemeinde Paramente,auch zwei hohe Wandteppiche für die damals noch vorhandenen Seitenaltäre.

Fünf Glocken schwingen im separat stehenden Turm, gestimmt d-fis-a-h-d, von der schweren Martinsglocke (138 cm Durchmesser, 110 cm hoch, Gewicht 1.450 kg) über Ulrich, Maria, Dominikus zur kleinsten, der Engelglocke, mit der Inschrift:

FRIEDENSGLOCKE BIN ICH BENANNT

RUFE DEN FRIEDEN INS WEITE LAND

GIB HERR UNS FRIEDEN MIT STARKER HAND

 Seit dem 25jährigen Jubiläum steht in der Kirche als Mittelpunkt - entsprechend den Empfehlungen des 2. Vatikanischen Konzils - ein tischförmiger Altar aus weißen, nicht polierten Marmorplatten von der Insel Naxos; eingesetzte Bronzeteile deuten die Kreuzform an.
Wie der Altar wurde auch der Ambo von Blasius Gerg geschaffen, aus dem gleichen Material. Dauerleihgabe vom Crescentia-Kloster ist die kleine Statue unseres Kirchenpatrons, etwa aus dem Jahr 1750.

 Für Jugendgruppen, Feste, Gesprächskreise, Vorträge baute die Gemeinde 1971, großteils in Eigenarbeit, die "Unterkirche" aus.

Sie erwies sich bald als viel zu klein. Seit 1990 gibt es den Ulrichssaal, neben der Kirche, mit Ulrichsbrunnen (Bildhauer Erwin Stöckle) im Arkadenhof.

Zu Beginn lebten im Gebiet der Pfarrei St. Ulrich knapp 5.000 Katholíken. Als sich die Zahl aufgrund der Erschließung von Neubaugebieten fast verdoppelt hatte, wurde 1975 geteilt: die Pfarrei St. Peter und Paul entstand. Vier Pfarrer haben das Werden und die Gemeinschaft der Ulrichsgemeinde mitgestaltet und geprägt:

Heinrich Fichtl 1955-70

0ttmar Maier 1970-93

P. Jan Forma 1993-94

Werner Appelt 1994-20