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Vortrag von Bruder Jesaja Sienz OSB

Am Samstag, 9.10.21, berichtete BruderVortrag Br Jesaja Jesaja Sienz OSB in der Kirche St. Peter und Paul über die Entwicklung des St. Benedict Ndanda Hospitals im Süden von Tanzania.

Pfarrer Bernhard Waltner kennt Bruder Jesaja aus gemeinsamer Schulzeit und lud ihn zum Vortrag ein.

Bruder Jesaja gehört zum Orden der Missionsbenediktiner von St. Ottilien – Ordenseintritt 2011, Aussendung nach Ndanda/Tanzania 2013 –  und verwirklicht seine Vision als Mönch und Arzt (Allgemeinmedizin).

So stellte Bruder Jesaja, Chefarzt, die Entwicklung des Missionshospitals im südlichen Tanzania kurzweilig und konkret anhand vieler Bilder vor. Im Jahr 1888 kamen Missionare aus St. Ottilien erstmals nach Ndanda und 1906 wurde die Abtei Ndanda mit Hospital gegründet in einer Gegend, in der die Menschen bis heute in selbstgebauten Hütten leben. Der Anspruch des Hospitals ist ein sehr hoher und lautet: optimale medizinische Versorgung für alle !

Zum Hospital gehören 340 Mitarbeiter, mehr als 40 Ärzte arbeiten in den verschiedenen Fachbereichen. Im vergangenen Jahr wurden pro Tag 200 Patienten behandelt, 40 Prozent der Patienten sind krankenversichert, andere bezahlen „cash“, wieder andere werden über einen Sozialfond des Hospitals kostenlos behandelt.

2014 wurde das Hospital um eine Diabetesklinik erweitert. Die häufigste Erkrankung in Afrika ist Bluthochdruck. Daneben bestehen Ambulanzen für HNO, Nieren, Kardiologie, Zahn- und Augenklinik. Stationäre Patienten leiden unter Malaria, Tuberkulose, HIV, Schlaganfall, Nierenversagen und Knochenbrüche (vermehrt Motorradunfälle). Es bestehen weiter eine Geburts- und Kinderstation, ein Labor für Tests, Röntgenabteilung, Ultraschall („Hobby“ von Bruder Jesaja), Physiotherapie und Prothesenherstellung.

Das neue Projekt ist die Babyintensivstation mit Dialyse, in der seit letztem Jahr Blutwäsche durchgeführt wird. Bei chronischem Nierenversagen erfolgt lebenslange Behandlung, die sehr kostenintensiv ist. Diese Intensivstation wurde komplett von Spenden – auch aus Kaufbeuren – errichtet.

Aktuell werden eine Sauerstoffproduktios- und Abfüllanlage installiert, die 15 Flaschen pro Tag befüllen kann. Durch die Vielzahl von Hightech-Geräten steigt der Strombedarf. Vonnöten ist stabiler Strom ohne Netzschwankungen, der Verbrauch an Diesel pro Jahr ist enorm gestiegen, so daß der Bau einer Solaranlage zur Stromherstellung angestrebt wird.

Im Süden Tanzanias entwickelte sich das St. Benedict Ndanda Hospital über viele Jahrzehnte. In einem Radius von 500 km gibt es nichts Vergleichbares im Land. Das wurde den Teilnehmern des Berichts von Bruder Dr.Jesaja Sienz deutlich.

Hubert Huster, Pastoralreferent

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