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Was ist regionaler Einkauf?211002 Regonalstand kl

Regionale Lebensmittel sind aus der angegebenen Region stammende Rohstoffe oder Lebensmittel, die dort auch verarbeitet, verpackt und vertrieben werden. Deren kurze Transportwege bedeuten meist niedrigere CO2-Emissionen. Der Begriff „regionale Lebensmittel“ ist jedoch rechtlich nicht geschützt.

Regionale Lebensmittel liegen laut Bundeszentrum für Ernährung im Trend: Rund zwei Drittel der Verbraucher bevorzugen Lebensmittel aus ihrer Umgebung. Durch kürzere Transportwege verursachen sie in der Regel weniger CO2. Allerdings gibt es keinerlei Vorgaben für die Auszeichnung als regionales Lebensmittel.

Tests fallen entsprechend ernüchternd aus: So hat die Zeitschrift Ökotest im Jahr 2015 insgesamt 106 regionale Lebensmittel untersucht und lediglich 26 als „lupenrein regional“ bewertet. Das heißt: Nur bei etwa einem Viertel stammten die Rohstoffe aus der angegebenen Region und wurden auch dort verarbeitet, verpackt und vertrieben.

Für die einzelnen Orte vom Anbau bis zur Verpackung ist eine Kennzeichnung nicht vorgeschrieben. Deshalb kann es zu langen Transportwegen kommen – etwa bei Nordseekrabben, die in Marokko gepult werden oder bei bayerischem Joghurt mit Erdbeeren aus Spanien.

CO²-Bilanz

Wie viel CO2 bei unterschiedlicher Herkunft anfällt, zeigen durchschnittliche Werte für von Gemüse und Obst

aus der Region                                                 ca. 230 g CO² pro Kilo
aus anderen europäischen Länder                 ca. 460 g CO² pro Kilo
Übersee per Schiff                                          ca. 570 g CO² pro Kilo
Übersee per Flugzeug                               ca. 11.000 g CO² pro Kilo

Durchschn täglicher CO² Verbrauch in Deutschland: 34,2 kg

                                           Klimaverträgliches Ziel: 5,7 kg

Tipps für regionale Lebensmittel

  • Unverarbeitete Lebensmittel: Bei Kartoffeln, Äpfeln oder Ähnlichem sind Angaben zum Erzeuger mit Ort oder zumindest Region üblich. Danach sollten Sie suchen oder fragen.
  • Eiercode: In der EU gilt eine einheitliche Eierkennzeichnung. Zum Beispiel steht bei „0-DE-0923456“ die „09“ für Bayern. So lassen sich zumindest Eier aus einem Bundesland identifizieren. Auf der Verpackung ist übrigens meist nur die Adresse des Verpackers zu finden, aber nicht die des Stalls.
  • Geschützte Ursprungsbezeichnung: Gibt es eine „g.U.-Kennzeichnung“, kommen die Rohstoffe aus der angegebenen Region und wurden auch dort verarbeitet.
  • Regionalfenster: Das Label gibt Auskunft darüber, woher die Hauptzutaten kommen und wo sie verarbeitet wurden. Bisher sind damit jedoch erst rund 4.000 Produkte gekennzeichnet.

Weitere Impulse aus der Reihe "Heute schon die Schöpfung bewahrt?"
finden Sie hier.

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